Die klinische Obduktion

„Will man den Lebenden helfen, muss man den Tod verstehen“

Kranke kommen in die Klinik in der Hoffnung auf Heilung. Glücklicherweise wird diese Hoffnung dank der vielfältigen Möglichkeiten der modernen Medizin meist erfüllt. Leider - aber unvermeidlich - sterben Patienten auch an ihren Erkrankungen. Die Angehörigen bleiben voll Trauer und Besorgnis zurück. Häufig fragen sich die Angehörigen, aber auch die behandelnden Ärzte: Haben wir etwas falsch gemacht, wurde etwas übersehen? Hier kann die klinische Obduktion den Angehörigen und Ärzten helfen zu verstehen, was geschehen ist. Die klinische Obduktion kann aber mehr als das. Sie vermehrt unser Wissen, sie hilft den Lebenden, evtl. sogar den Angehörigen, wenn sie an der gleichen Krankheit leiden. Das „Ja“ zur Obduktion ist ein Stück Mitmenschlichkeit, vielleicht kann dieses „ Ja“ auch eine Art Dank für die zu Lebzeiten des Patienten erfahrenen medizinischen Hilfeleistungen ausdrücken.