Was nützt die klinische Obduktion den Angehörigen?

Die klinische Obduktion schafft Sicherheit. Sicherheit über Todesursache und Haupterkrankung. Diese Sicherheit hilft, die Trauer zu bewältigen. Der Nachweis einer ansteckenden Krankheit, beispielsweise einer Tuberkulose, veranlasst die Ärzte zur Untersuchung der Angehörigen und ermöglicht eine frühe Diagnose und frühe Behandlung der Hinterbliebenen. Die Obduktion vermag berufsbedingte Erkrankungen aufzudecken, was Entschädigungsleistungen für die Angehörigen zur Folge haben kann. Der Ausschluss von Erbkrankheiten bedeutet für die Angehörigen eine Beruhigung. Sollte eine erbliche Erkrankung gefunden werden, können Angehörige frühzeitig einen Arzt aufsuchen und sich evtl. behandeln lassen. Bei der Obduktion gewonnene Informationen können so bei Erbkrankheiten auch für die Familienplanung von Bedeutung sein. Die klinische Obduktion als untrügliche Qualitätskontrolle ärztlicher Maßnahmen schafft Vertrauen und Zuversicht auf die bestmögliche Behandlung im Krankheitsfall.